Sanfte Hügel und geschwungene Alleen, die zu prächtigen Weingütern führen: So stellt man sich die Toskana vor. Aber der Landstrich in Mittelitalien hat auch wilde Natur zu bieten. Die einstmals armen Sumpfgebiete der Maremma im Süden der Toskana haben sich zum Paradies für Wanderer und Radfahrer entwickelt. Und am Rande des Nationalparks lädt ein nahezu unberührter Naturstrand zum Baden ein. Infos: www.italia.it

NATUR Am besten mietet man sich in einem »Agriturismo« ein, lässt das Auto stehen und entdeckt die Toskana gemächlich auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Ein 62 Kilometer langer Radweg führt durch das Chiana-Tal am Maestro-Kanal entlang von Arezzo bis nach Chiusi. Infos: www.sentierodellabonifica.it. Ein besonderes Naturerlebnis wartet bei Saturnia auf Erholungsuchende. In den natürlichen Sinterbecken »Cascate del Mulino« kann man in 37 Grad warmem Thermalwasser baden.

MEER Die Versilia zwischen den Apuanischen Alpen und dem Park San Rossore ist für ihre langen hellen Sandstrände bekannt. Zu den beliebtesten Badeorten zählen Lido di Camaiore und das mondäne Forte dei Marmi. Ruhesuchende zieht es in die Provinz Grosseto südlich von Follonica. Die Cala Violina, die sich dort an den Naturpark Bandite di Scarlino schmiegt, ist nur zu Fuß erreichbar und gehört zu den schönsten Buchten der Toskana.

KULTUR Florenz, Siena und Pisa dürfen auf der Reiseroute natürlich nicht fehlen. Doch daneben finden sich zauberhafte Dörfer, in denen man bei einem Glas Chianti die Seele baumeln lassen kann. In dem schmucken Künstlerdorf Sovana mit seinen alten Palazzi und Kirchen etwa fühlt man sich wie im Mittelalter. Im nahe gelegenen Pitigliano haben die Etrusker Hohlwege in den Tuffstein gegraben. Die 20 Meter tiefen »vie cave« geben noch heute Rätsel auf.