Die Straße führt bis Listwjanka. Wo im Sommer am Seeufer die Autofahrt endet, geht es im Winter per Luftkissenboot oder Schlitten, mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter. Der Baikalsee in Sibirien ist der älteste und mit 1.642 Metern tiefste Süßwassersee der Erde. Wenn er im Winter meterdick zufriert, kann man die Unterwasserwelt durch das blaue Eis voller Luftblasen bestaunen. Ein mystisches Schauspiel, das man einmal im Leben gesehen haben sollte!

LISTWJANKA Ein Kindheitstraum kann wahr werden, denn den Baikalsee erreicht man (fast) mit der Transsibirischen Eisenbahn. Ausstieg ist in Irkutsk, der Hauptstadt Ostsibiriens. Von hier geht’s nach einem Besuch der barocken Kreuzkirche und des Kolchos-Markts weiter ins 65 Kilometer entfernte Listwjanka. Hier haben Naturfreunde den See im Winter für sich, können Schlittschuh laufen, eisangeln oder sogar in ein Eisloch abtauchen.

OLCHON Die größte Insel im See gilt auch als »Perle des Baikal«. Hierhin fährt im Winter ein öffentlicher Minibus übers Eis – vorbei an bizarren Eisformationen, die steil aus dem See aufragen. Ein Muss ist ein Ausflug zum Schamanenfelsen und zum Kap Choboj, der Nordspitze der Insel. Hier, im Herzen des Pribaikalski-Nationalparks, liegt mit 79,5 Kilometern die breiteste Stelle des Baikalsees, der sich vor dem Auge als unendliches Eismeer ausbreitet.

TALZY Vor der Rückreise sollte man sich in Listwjanka eine Fahrt auf dem Luftkissenboot über den Baikal gönnen – ein rasantes Abenteuer! Auf dem Rückweg nach Irkutsk lohnt sich ein Stopp in Talzy. Hier liegt das Freilichtmuseum für russische Holzarchitektur. Von der burjatischen Jurte über das klassische Bauernhaus bis hin zur Holzkirche gibt es hier 36 Zeugnisse der Architektur Ostsibiriens des 17. bis 19. Jahrhunderts zu sehen.

 

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