Jemanden in die Wüste schicken – was in der Bibel als Sühne für schwere Sünden gedacht war, beschert Menschen in der heutigen Zeit ungeahnte Glücksmomente. Ein Kamelritt durch die Wüste Sinai in Ägypten ist auch eine Reise zu uns selbst. Denn außer Wasser, Lebensmitteln und dem nötigsten Gepäck hat man auf einer Wüstenreise nichts dabei als die eigenen Gedanken. Der Rest ist Stille, Zeit und unendliche Weite. Infos: http://www.egypt.travel/de/

SINAI Ausflüge durch die Bergwüste im Süd-Sinai sollte man stets mit lizenzierten, ortsansässigen Begleitern unternehmen. Die Beduinen führen und verpflegen die Reisenden bei ihren Kamelritten und sorgen für deren Sicherheit. Mehrere Anbieter starten ihre Kameltouren in Nuweiba oder Sharks Bay am Roten Meer. Nach den langen Tagen in der Wüste kann man hier in kleinen Hotels oder Beduinen-Camps am Strand beim Schnorcheln oder Tauchen entspannen.

TOUREN Die Dauer der Kameltrekkings variiert zwischen drei und 14 Tagen. In gemächlichem Tempo schreiten die Dromedare über jahrhundertealte Pfade in Lagen zwischen 500 und 2.400 Höhenmetern. Eine gewisse sportliche Kondition sollten die Reisenden mitbringen. Übernachtet wird im Zelt oder im Schlafsack unter dem funkelnden Sternenhimmel.

MEDITATION Eine Wüstenreise bedeutet Rückzug vom Alltag – ohne Smartphone und Dauerstress. Häufig gehören Meditationen, Gruppengespräche oder Schweigetage zum Programm. „Einen Schuss Wüste braucht der Mensch – um des Glücks der Oase willen“, betonte einst der Schriftsteller Martin Kessel. Kleine Annehmlichkeiten wie eine Dusche, die man in der Wüste gar nicht vermisst hat, erscheinen einem später als unvorstellbarer Luxus. In der Wüste lernt man, Kraft zu schöpfen, sich wieder an Kleinigkeiten zu erfreuen und Sorgen und Ängste beiseitezuschieben.