Gerade mal so groß wie England ist Victoria, der kleinste Bundestaat auf dem australischen Festland.  Staubtrockene Outback-Klischees findet man hier im Südosten des fünften Kontinents weniger, denn auf kleinster Fläche macht die australische Natur ihre sonstige Sparsamkeit mit aller Kraft wieder wett: Tosende Wasserfälle in dichtem Regenwald, feinsandige Buchten umrahmt von Steilklippen oder sanfte Weinberge vor schroffen Berglandschaften wechseln sich innerhalb weniger Fahrstunden immer wieder ab. Die gelben Hinweisschilder am Straßenrand machen auf die artenreiche Tierwelt aufmerksam: Denn in Victoria lebt nicht nur die größte Koala-Population der Welt, auch Kängurus, Wombats und sogar Pinguine fühlen sich in den vielen Nationalparks wohl. Mitten in diesem Schlaraffenland für Natur-Liebhaber liegt die Millionenmetropole Melbourne, zweitgrößte Stadt des Landes und idealer Ausgangspunkt für Selbstfahrer-Touren mit dem Mietwagen oder Campervan.

Die Great Southern Touring Route: Apostel, Kängurus und Goldgräber

Die Great Southern Touring Route führt in einem Dreieck in vier bis sechs Tagen von Melbourne zu einigen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Victoria und zurück. Höhepunkt bildet die wohl legendärste Küstenstraße des Landes – Die Great Ocean Road mit den Zwölf Aposteln. Die bis zu 60 Meter hohen Felsen trotzen der starken Brandung der Shipwreck Coast, deren Name nicht von ungefähr kommt. Immer wieder wird die Küstenlinie von breiten Sandstränden durchbrochen.  Auf der Landseite bilden uralte Baumriesen und Farne einen dichtbewachsenen Regenwald, hier leben Koalas, Wallabies und scheue Schnabeligel. Bei einer Wanderung über den Great Ocean Walk lässt sich die volle Schönheit der Region besonders gut erfassen.

Als nächster Stopp erscheint die markante Silhouette des Grampians Nationalparks am Horizont. Halls Gap ist nicht nur Ausgangspunkt verschiedener Tageswanderungen, sondern auch Heimat hunderter neugieriger Kängurus. Die schroffe Bergwelt rund um den kleinen Ort wirkt wie ein riesiger Spielplatz für Outdoor-Enthusiasten, auch wenn einige der spektakulärsten Panorama-Aussichtspunkte mit einem einfachen Spaziergang zu erreichen sind. Ambitionierte Wanderer knöpfen sich deshalb lieber den gerade eröffneten Mehrtageswanderweg Grampians Peak Trail vor.

Durch fruchtbare Weinregionen geht es weiter in die ehemalige Goldgräberstadt Ballarat. Rund um das Städtchen mit herrschaftlichen Prunkfassaden sorgten Mitte des 19. Jahrhunderts  riesige Goldfunde für schnellen Ruhm. Noch heute zieht es Glücksritter in die so genannten Goldfields von Victoria – 2013 fand ein Hobbygoldsucher hier ein fünf Kilo schweres Nugget. Das Freilichtmuseum Sovereign Hill erzählt auf einer Zeitreise ins 19. Jahrhundert die Geschichte des australischen Goldrauschs. In der meistbesuchten Attraktion des Kontinents fordern Besucher ihr Glück beim Goldschürfen heraus und rattern auf einer Draisine durch eine echte Goldmine.

Bevor die Great Southern Touring Route zurück nach Melbourne führt, bietet sich noch ein Abstecher ins Spa Country an. Rund um die Örtchen Daylesford und Hepburn Springs sprudeln dutzende natürlicher Quellen – was der Gegend nicht nur ihren Namen, sondern auch einige luxuriöse Badehäuser und Resorts eingebracht hat.

Sydney Melbourne Touring Route: Der Weg ist das Ziel

Sydney, die mondäne Schöne und Melbourne, die lebenslustige Trendsetterin – Wer nach Australien reist, sollte nach Möglichkeit beide Städte gesehen haben, da sie gegensätzlicher kaum sein könnten. Mindestens genauso spannend wie die beiden Metropolen sind jedoch auch die gut Tausend Kilometer dazwischen. Nach der Devise „Der Weg ist das Ziel“ erschließt sich mit einem Mietwagen oder einem Camper in einer guten Woche ganz nebenbei ein Höhepunkt nach dem nächsten. Dabei haben Selbstfahrer die Qual der Wahl zwischen zwei verschiedenen Routen:

1.160 km schlängelt sich der Sydney-Melbourne Coastal Drive an nicht enden wollenden Sandstränden mit neugierigen Kängurus, rauen Granitfelsen und urwüchsigen Regenwald vorbei. Von den Eukalyptusriesen blicken schläfrig Koalas herab, während sich Wombats im Dickicht verstecken und Pinguine und Delfine in die Fluten tauchen. Kaum eine andere Route bietet landschaftlich so viele Superlative wie die Gippsland Lakes – das größte Binnengewässer Australiens oder den 90 Mile Beach, den zweitlängsten Strand der Welt. Auf der Insel Phillip Island tauchen allabendlich hunderte von Zwergpinguinen am Summerland Beach auf und watscheln in einer Pinguinparade zu ihren Nestern. An der Route liegen beeindruckende Nationalparks wie das Natur- und Wanderparadies Wilsons Promontory, der Tarra Bulga Nationalpark oder das Biosphärenreservat Croajingalong. Immer wieder säumen weiße Strände wie die Jervis Bay und verschlafene Nester wie Eden und Mallacota den Weg.

Ein kurzer Abstecher lohnt sich zum etwas schrulligen Goldgräberdörfchen Walhalla. Fernab der Zivilisation in einem einsamen Tal gelegen, war der Ort einst Zentrum des Goldrauschs mit mehr als 5.000 Einwohnern. Heute sind es weniger als 20, die in den restaurierten Holzhäusern wohnen. Um den alten Friedhof ranken sich mystische Geistergeschichten und die alte Schmalspurbahn schaukelt heute nicht mehr Gold sondern Touristen durch den Regenwald.

Geschichtsträchtig geht es auf der 1.150 km langen Inlandsroute zu. Der Sydney-Melbourne Heritage Drive führt von Melbourne, der ersten Hauptstadt der australischen Förderation, zunächst ins prächtige Bendigo, beeindruckender Zeitzeuge des australischen Goldrauschs und heute aufstrebende Kleinstadt mit hervorragender Kunstgalerie und Museen. Weiter nördlich stampfen in Echuca historische Raddampfer den Murray River hinauf. Der längste Fluss des Kontinents bildet die Grenze zum Bundesstaat New South Wales. Über das malerische Weinanbaugebiet Rutherglen und Australiens heutige Hauptstadt Canberra führt die Route schließlich bis nach Sydney.

Die Great Alpine Road bildet eine 308 km lange Verbindung von den Gippsland Lakes am Coastal Drive über das alpine Hochland von Victoria nach Rutherglen am Heritage Drive. Auf der Strecke recken sich die Berge Mount Baw Baw, Bogong und Beauty mit knapp 2.000 Meter in die Höhe und bilden eine eindrucksvolle Kulisse für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Mountainbiking, Rafting oder Klettern. Im Winter verwandeln sich die Hänge zu den beliebtesten Skipisten des Kontinents.

Sowohl an der Strecke zwischen Sydney und Melbourne, als auch auf der Great Southern Touring Route  liegen bewirtschaftete Campingplätze, kleine Bed and Breakfasts und Hotels. Die Touring-Routen können auch miteinander kombiniert werden, in diesem Fall sollte man mindestens 14 Tage für die Reise einplanen.

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Great Southern Touring Route

Die Great Southern Touring Route erstreckt sich entlang der Great Ocean Road, über die Grampians und Goldfields bis zurück nach Melbourne.

Sydney Melbourne Touring

Das Sydney Melbourne Touring Programm verbindet auf bis zu 1.380 km die beiden größten Städte Australiens auf verschiedenen Routen.